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Dove, Jonathan

Jonathan Dove ist hauptsächlich als Komponist von Opern und Chormusik bekannt. Seine Flughafen-Komödie Flight (eine der wenigen erfolgreichen komischen Opern der neueren Musikgeschichte The Sunday Times) wurde 1998 in Glyndebourne uraufgeführt. Die Glyndebourner Produktion von Flight tourte durch Europa, Neuinszenierungen folgten in den USA und in Deutschland – und wurden stets sowohl vom Publikum als auch von der Kritik begeistert aufgenommen. Im Jahre 2005 war Flight In Boston und wieder in Glyndebourne zu sehen, im März 2006 erhielt sie ihre australische Premiere während des Adelaide Festivals, wo sie den Helpmann Award als beste Oper gewann.

Dove komponierte über ein Dutzend Opern, u.a. Siren Song und L’Augellino Belverde; dieses Werk erhielt im Jahre 2005 seine britische Erstaufführung an der Guildhall School of Music and Drama. Er hat zudem vier große Community Operas sowie die Kirchen-Oper Tobias and the Angel verfasst, die das renovierte Young Vic Theater im Oktober 2006 wiedereröffnete. Das Young Vic zeigte auch The Enchanted Pig, ein musikalisches Märchen, das als Weihnachts-Show zwei Monate vom Dezember 2006 an zu sehen war mit anschließender Tournee.

Doves TV Oper When she died... wurde im Jahre 2002 zum ersten Mal vor einem Publikum von (allein in Großbritannien) fast einer Million Zuschauen ausgestrahlt und war auch als Bühnenstück an der Kammeroper Wien im Jahre 2007 zu sehen. Man on the Moon, eine TV Oper über die erste Mondlandung wurde von Channel 4 erstmals im Dezember 2006 gezeigt und gewann den Spezialpreis Oper beim Rose d’Or Festival 2007 und eine Goldmedaille beim Park City Film Music Festival 2008. Kwasi & Kwame, eine Kammeroper auf ein Libretto von Arthur Japin, der seinen Bestseller ‚Der Schwarze mit dem weißen Herzen’ adaptierte, wurde von Opera OT Rotterdam uraufgeführt und tourt die Niederlande seit Oktober 2007 bis April 2008. Opera North und Sadler’s Wells haben The Adventures of Pinocchio in Auftrag gegeben, die im Dezember uraufgeführt (mit anschließender Tournee) wurden und auch in Chemnitz (in deutscher Übersetzung) und Minneapolis später im Jahre 2008 zu sehen sein werden.

L’altra Euridice ist eines von mehreren Werken für historische Instrumente, ebenso wie La dama ed il pulitore di Damasco und Le porte die Bagdad (alle drei Opern komponiert für das Musica Nel Chiostro Opernfestival in Batignano); Dove komplettierte diesen Zyklus mit einer Adaption von Chaucers ‚The Shipman’s Tale’ An Old Way to Pay New Debts im Oktober 2006.; Figures in the Garden und The Middleham Jewel (beide für das Orchestra of the Age of Enlightenment) und die von Bach inspirierte Köthener Messe (für die Akademie für Alte Musik Berlin).

Doves Chormusik umfasst den Zyklus The Passing of the Year, mehrere Kirchenhymnen und Weihnachtslieder, darunter The Three Kings, das vom King’s College Cambridge in Auftrag gegeben wurde, und The Far Theatricals of Day, Vertonungen von Gedichten von Emily Dickinson für Solisten, Chor, Blechbläserquintett und Orgel. Seine letzten Werke sind The Darkling Thrush für das Trinity College Cambridge und It sounded as if the Streets were running mit Gedichten von Emily Dickinson für den Farnham Youth Choir. Der London Symphony Chorus wird eine orchestrierte Version von The Passing of the Year später in der Saison 2008 uraufführen. Doves Liederzyklen sind: Five Am’rous Sighs, Ariel, All You Who Sleep Tonight, Out of Winter, Minterne und All the Future Days.

Neuere Orchesterwerke sind Airport Scenes, eine Orchestersuite aus der Oper Flight, und Hojoki, einer dramatischen Kantate für Countertenor und Orchester, die von Lawrence Zazzo und dem BBC Symphony Orchestra unter Jiri Belohlavek im September 2006 uraufgeführt wurde. Zu Doves Instrumentalwerken zählen außerdem zwei Quartette (das Streichquartett Out of Time und das Saxophon Quartett Tuning In) sowie drei Konzerte (Stargazer, ein Posaunenkonzert, welches von Ian Bousfield und dem London Symphony Orchestra unter Michael Tilson Thomas im März 2007 uaraud=fgeführt wurde, Moonlight Revels für Saxophon, Trompete und Streichorchester und das von Mozart inspirierte Flötenkonzert The Magic Flute Dances). Neuere Auftragswerke sind die Ouvertüre Run to the Edge für Orchester, The Crocodiamond (or Rita and the Wolf) für Erzähler und Orchester und Across the Walls für Blechbläser und Schlagzeug.

Dove stammt aus einer Architektenfamilie und sein Oeuvre wurde oft mit Gebäuden assoziiert. Er schrieb die Musik für die Eröffnungszeremonien des Londoner Millennium Domes und der Millennium Bridge und komponierte die Musik für einen Film über den Architekten Carlo Scarpa. Film und Architektur kamen bei einem seiner letzten Projekte zusammen: Work in Progress – 14 site-visits for piano and orchestra wurde für die Eröffnungssaison von The Sage Gatshead (das neue von Norman Foster entworfene Musikzentrum) geschrieben und das Stück bezog einen Film über den Bauprozess mit ein.

Das Bauen ist auch Thema in zwei von drei seiner für Glyndebourne geschriebenen Gesellschafts-Opern sowie in The Palace in the Sky, die am Hackney Empire Theater von der English National Opera und dem Hackney Music Development Trust aufgeführt wurde. Doves gesellschaftliches Engagement sich auch in The Hackney Chronicles, einer Oper für Grundschulkinder, und On Spital Fields, einer Community-Oper für 200 Ausführende, die beim Spitalfields Festival im Juni 2005 uraufgeführt und mit einem Royal Philharmonic Society Award und einem British Composer Award ausgezeichnet wurde. Dove hat eine langwährende Beziehung zum Spitalfields Festival, dessen künstlerischer Leiter er von Dezember 2001 bis Juli 2006 war. Das Festival gewann einen Royal Philharmonic Society Award als bestes Festival für die Sommer- und Winterfestivals des Jahres 2006.

Dove ist anerkannt als erfahrener Komponist für Theatermusik; er komponierte für das Royal National Theatre (zuletzt für die Adaption von Philip Pullmans Trilogie His Dark Materials), für die Royal Shakespeare Company und das New Yorker Shakespeare Festival. Er schrieb die Musik für über dreißig Schauspiele und ist seit 1990 musikalischer Berater am Londoner Almeida Theatre. Filmmusiken: Venus Peter und Prague. Im Jahre 1998 war Dove Gewinner des Christopher Whelen Awards für seine Leistungen auf dem Gebiet der Theatermusik und der Oper.

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